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Donnerstag, Januar 21, 2010



Sonntag, November 22, 2009


Action! Film Kino Kritik
Jennifer's Body - schärfer als Twilight

Juno - Film, DVD, Soundtrack - online bestellen Diablo Cody, die Ex-Stripperin mit dem Oscar für das Drehbuch zu der herzerwärmenden Indie-Perle Juno (2007) in der Tasche, bleibt dem Milieu treu, aber wechselt das Genre. Der Nachfolger von Juno ist nämlich im wahrsten Sinne des Wortes ein Reißer. Denn in Jennifer’s Body lässt Diablo Cody die große Schwester des Vampirs, den Succubus, auf die Teenies einer amerikanischen Kleinstadt los.

Jennifer Check (Hollywoods neues Sex-Symbol Megan Fox, Transformers), die Schulschönheit, und das unscheinbare Mauerblümchen Anita Lesnicki (Amanda Seyfried) haben oberflächlich betrachtet nichts gemeinsam, doch verbindet sie eine enge Freundschaft seit gemeinsamer Tage im Sandkasten. Nach einem verpatzten Abend in der Rockbar hat Jennifer wahrlich den Teufel im Leib und die Jungen ihrer Schule zum Fressen gern.

Twilight - Film, DVD, Soundtrack - online bestellen Der Teeniehorror ist ja seit dem etwas anämisch geratenen, aber kommerziell erfolgreichen Twilight wieder mächtig in Fahrt gekommen und ähnliche Filme waren zu erwarten.
Doch gibt es mehrere Faktoren, die Jennifer’s Body zu einer angenehmen Abwechslung machen: "Hell is a teenage girl" sind die Eingangsworte der weiblichen Protagonistin, und Diablo Cody benutzt in dieser Horrormär vom männerfressenden Cheerleader das übernatürliche Element als Parabel, um die Ängste und Sorgen Heranwachsender gekonnt darzustellen.

Um ihre Schönheit und Rangstellung zu bewahren, muss Jennifer ihren neuen Trieben nachgeben. Während sich ihre Freundin Anita sowohl gegen die Ignoranz ihrer Mitschüler behaupten als auch zwischen Freundschaft und Moral abwägen muss.

Jennifer’s Body Soundtrack - online bestellen Das vor kulturellen Referenzen und gewitzten Dialogen strotzende Drehbuch Codys, der fantastische Soundtrack, die gekonnte atmosphärische Umsetzung des Stoffes durch die Regisseurin Karyn Kusama und natürlich die Schauspielkünste heben Jennifer’s Body klar von den anderen momentan zu sehenden "Coming-of-Horror"-Filmen ab.

Wer schon immer wissen wollte, warum gute Menschen früher oder später in der Klapsmühle landen, Emos den Tod verdienen, wie die poppigste satanische Messe der Filmgeschichte ausfällt und ob das nerdige Rotkäppchen ihren Prinzen aus den Fängen des dämonischen Dornröschens befreien kann, sollte sich dieses kleine Horrorjuwel nicht entgehen lassen. Und im Abspann erfährt man, ob es doch nicht so etwas wie ausgleichende satanische Gerechtigkeit gibt.

Der Film ist mit seinen unkonventionellen Stilelementen nicht für den Massengeschmack geeignet, doch wer eine feine und intelligente Coming-of-Age-Geschichte aus Frauenperspektive im übernatürlichen Gewand erleben möchte, wird mit diesem Film gut bedient.

Angelos Botsaris


· Offizielle Homepage: www.jennifersbody.com
· amazon.de: Jennifer’s Body Soundtrack
· amazon.de: Juno DVD
· amazon.de: Twilight Doppel-DVD
· amazon.de: Twilight Buch-Reihe - Bis(s) von Stephenie Meyer

Montag, November 02, 2009


Action! Film Kino Kritik
Surveillance - Dorfidylle außer Kontrolle

Wenn man es im Filmbusiness als Spross berühmter Eltern zu etwas bringen will, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder man streift den Nachnamen ab und versucht, sich gänzlich ohne Vitamin B aus dem Schatten der lieben Verwandtschaft zu befreien.
Oder man kann die eigene Herkunft akzeptieren und versuchen, dem Vergleich mit der Mischpoke standzuhalten.
Jennifer Chambers Lynch hat sich, wie der Name verrät, für die zweite, weit mutigere Variante entschieden.

Wild at Heart - DVD online bestellen Denn ob es um die verstörende Romanze von Sailor und Lula, die verworrenen Ermittlungen um den Tod der Laura Palmer oder halluzinogene Hühnchen geht - der Name David Lynch steht nicht erst seit gestern für cineastische Kryptik.

Wo David Cronenberg der organische, physisch Eklige ist, penetriert Lynch gerne die Psyche seiner Zuschauer und missbraucht die Leinwand, um bewegte Gemälde in den bizarren Farben des surrealistischen Exzesses zu schaffen. Und mal ehrlich, bei aller Distanz, die man zwischen einem Künstler und seinem Werk halten muss: Wer von uns sich einen gemütlichen Videoabend mit Milch und Keksen bei Familie Lynch vorzustellen vermag, hat eine blühendere Phantasie als der polarisierende Regisseur selbst.

Damit dürfte bewiesen sein - wenn man sich nicht vor küchenpsychologischen Schlüssen fürchtet, dass Jennifer bereits in ihrer Kindheit vielen Einflüssen ausgesetzt gewesen sein muss, die sie bis heute geprägt haben dürften. Verwunderlich ist es da nicht, dass sie keine Märchenfilme dreht, sondern stilistisch und inhaltlich sozusagen "lynchig" bleibt.

Boxing Helena - Video - online bestellen 16 Jahre ist es inzwischen her, dass sie mit Boxing Helena für die einen die Grenzen des guten Geschmacks sprengte, für die anderen plump versagte.

Lange genug, um diesen ersten Gehversuch zu vergessen und ihr unlängst auf DVD erschienenes Werk Unter Kontrolle (im Original mit dem sinnfreien Titel Surveillance versehen) unvoreingenommen und nach der Blutlinien zeichnenden Ouvertüre losgelöst vom Schatten des Vaters zu betrachten.

Schon die erste Sequenz von Unter Kontrolle ist nichts für zarte Gemüter. Da wird ohne Sinn gejagt, geschlachtet und missbraucht, noch bevor der Vorspann über den Bildschirm geflackert ist. Die Killer, mit denen man es zum Auftakt zu tun bekommt, sind grotesk verhüllt und erbarmungslos - und doch ahnt der Zuschauer zu diesem Zeitpunkt keinesfalls, wie perfide das mordende Duo wirklich ist.

Unter Kontrolle - DVD online bestellen In einem Polizeirevier mitten im amerikanischen Nirgendwo finden sich die knapp der Mordlust entgangenen Opfer ein: zwei schießwütige, sadistische Provinzcops, eine verpeilte drogensüchtige Blondine und ein 8-jähriges Mädchen. Ihre von zwei etxra angeforderten FBI-Agenten überwachten Zeugenaussagen rekonsturieren für den Zuschauer erst auf beklemmende Weise den Tathergang, der alle zusammen geführt hat.

Jeder der Anwesenden, die in einer Art Kammerspiel auf dem Polizeirevier interagieren, scheint etwas zu verbergen. Äußerlich den Stereotypen "kleines Mädchen", "blöder Bulle", "süchtige Schlampe" oder "knallharter Captain" entsprechend, will bei den Figuren das Bild dennoch nicht ganz stimmig werden, so dass nicht nur die FBI-Agenten keinen aus der Runde als potentiellen Täter ausschließen können.

Der Grusel liegt in Unter Kontrolle nur einen Millimeter unter einer Oberfläche, die dabei so glatt ist, dass man trotzdem keine Unebenheit auszumachen vermag.

Mit Michael Ironside, Bill Pullman, Julia Ormond (Smilla war gestern) sind drei der Protagonisten erfrischend gegen den Strich besetzt. Den beiden Dorfbullen Jim (French Stewart) und Jack (Kent Harper fungierte auch als Co-Autor), zwei bis dato unbekannten Gesichtern, ist es jedoch zu verdanken, dass man sich in der ersten Hälfte von Unter Kontrolle wie in einer derb-absurden Komödie wähnt, wäre da nicht dieses diffuse Gefühl einer unbeschreiblich brutalen Tragödie, für die die Zeugen keine Worte zu finden scheinen.

Eine derartige Konstellation muss fast zwangsläufig auf einen Plot Twist hinauslaufen, was der Spannung aber keinesfalls schadet. Einige wird die Auflösung wie ein Blitz treffen, andere werden alles schon von der ersten Einstellung an gewusst haben.
Wenn man bei aller Freude an der Spekulation aber für einen Moment vergessen kann, dass man im Kino eigentlich alles schon mal gesehen hat, ist Unter Kontrolle ein bedrückender Thriller voller schräger Gestalten und einer der kaputtesten Liebeserklärungen aller Zeiten.

Maxi Braun

· offizielle Surveillance Homepage
· amazon.de: Unter Kontrolle DVD
· imdb: Surveillance

Montag, August 31, 2009



Freitag, Juni 26, 2009


Action! Film Kino Kritik
Drag me to hell - Sam Raimi

Die bezaubernde und integre Christine (
Alison Lohman) führt ein angenehmes Leben in Los Angeles. Sichere Stellung im Finanzgeschäft, ein einfühlsamer Freund (Justin Long), ein eigenes kleines Haus und eine niedliche Miezekatze als Haustier. Mehr kann man sich als urbaner 20something wohl kaum wünschen.

Wäre doch nur nicht die Aussicht auf eine Beförderung so greifbar nah, der neue Kollege nicht so intrigant und würde ihr Chef nicht mehr Durchsetzungsvermögen verlangen. Dieses beweist Christine schweren Herzens an der gebrechlichen Sylvia Granush (Lorna Raver), deren Kreditverlängerung sie kündigt, was die arme Alte unweigerlich obdachlos machen wird.

Drag Me to Hell - Sam Raimi - Film, DVD, Video online bestellen Da mit stolzen Zigeunerfrauen aber nicht zu spaßen ist, lauert ihr diese im Parkhaus auf und es folgt eine der beeindruckendsten Kampfszenen der Filmgeschichte (nochmals, zum auf der Zunge zergehen lassen: adrette Bankerin gegen Zigeuneromi mit Glasauge und falschem Gebiss). Diese Auseinandersetzung endet für Christine mit mehr als einem blauen Auge, denn nach einer wahren (Ver-)Fluchkaskade der alten Frau hat sie genau drei Tage Zeit, bevor der beschworene Dämon Lamia ihre unsterbliche Seele in die Hölle ziehen wird.

Die Finanzkrise stellt für sie als Angestellte der Kapitalbranche nun das kleinere Übel dar, da der feurige Abgrund lodernd vor ihr aufragt und der schwarze Seelenfänger langsam, aber erbarmungslos seine düsteren Klauen nach ihr ausstreckt.

Regisseur Sam Raimi (Tanz der Teufel, Spiderman) kehrt mit Drag me to Hell zu seinen Wurzeln zurück. Nach seinem geglückten Ausflug in die Welt des Hollywood-Blockbuster-Kinos zeigt er dem geneigten Zuschauer, daß er mit diesem kleinen, aber feinen Film immer noch ein Maestro der burlesken Horrormödie ist. Mit (für Hollywood-Verhältnisse) begrenzten Mitteln und einem soliden Schauspieler-Ensemble beweist Raimi, daß gute Unterhaltung nicht vom Filmbudget abhängig ist.
Allen voran Alison Lohman, die wahrlich den Teufel im Nacken sitzen hat bis zu der großartigen Lorna Raver als vermaledeite Hexe, die sich selbst die Gebrüder Grimm nicht besser hätten ausdenken können.

Drag me to Hell ähnelt der Brause, die man als Kind am liebsten mochte. Sie ist bunt, prickelt und zischt geschmacksintensiv im Mund und lässt einen mit leuchtenden Augen zurück. Man kann sich im Kinosessel kaum entscheiden, ob man vor Lachen laut johlen oder gleichzeitig vor Schreck schrill quieken möchte. Drag me to Hell ist vom packenden Anfang bis zum überraschenden Finale durchgängig temporeich und voller Wendungen.

Wahrlich neue Elemente findet man im Plot nicht, aber wie Sam Raimi seiner Heldin, einer Flipperkugel gleich, nachtragende zauberkundige Vetteln, dusselige Medien, zickige Schwiegermütter, schelmische Besessene und natürlich einen gnadenlosen Dämon um den Kopf ballert, ist absolut köstlich. Gerade in Angesicht der sich doch selbst zu ernst nehmenden Gorno-Horrorfilme a la "Saw Teil 26", die außer ekligen Folterszenen eigentlich nichts zu bieten haben, eine wahrhaft frische und notwendige Brise im Horror-Genre.

Der Schock-Faktor kommt trotz des Auslassens blutiger Schlachtplatten nicht zu kurz. Der Regisseur weiß gekonnt die Kamera und Musik für sich einzusetzen, selbst Horrorveteranen werden dadurch eiskalt erwischt werden. Auch die obligatorische Augapfel-Flugszene darf als eine von vielen Referenzen an Raimis Tanz der Teufel von vor knapp 25 Jahren nicht fehlen.

Drag me to Hell ist eine furios-verhexte Hokuspokus-Achterbahnfahrt in den Schlund der Hölle und wieder zurück. Vielen Dank Herr Raimi für einen wunderbar unterhaltenden Kinoabend!

Angelos Botsaris

· official Website: www.dragmetohell.net

· amazon.de: Drag me to hell

Freitag, März 27, 2009


Action! Film Kino Kritik
Gran Torino - Clint Eastwood

Die Preise und Auszeichnungen aufzuführen, die
Clint Eastwood in seiner mittlerweile mehr als 50 Jahre andauernden Karriere erhalten hat, könnten einen eigenen Artikel füllen. Sowohl als Schaupieler, Regisseur (u.a. Million Dollar Baby, Flags of our Fathers / Letters from Iwo Jima) und immer wieder auch als Komponist hat sich der Inbegriff des wortkargen Cowboys der 60er und 70er Jahre über den harten Antihelden der 80er zu einem der verlässlichsten und reflektiertesten Filmschaffenden der letzten Dekade entwickelt.

Für eine Handvoll Dollars DVD-Box - Clint Eastwood, Sergio Leone - Film, DVD, Video - online bestellen Seit Sergio Leone Clint Eastwood attestierte, exakt über zwei Gesichtsausdrücke zu verfügen - einen mit Hut und einen ohne - hat sich also viel getan. Inzwischen geht der Schauspieler und Regisseur, Jahrgang 1930, auf die 80 Jahre zu und der Trailer zu seinem neuen Film Gran Torino lässt die bange Frage aufkommen, ob Clint in diesem biblischen Alter nicht besser daran täte, zumindest die Leinwandpräsenz endgültig an den Nagel zu hängen.

In knapp zweieinhalb Minuten präsentiert sich Clint im Trailer als fast lächerlich-mürrisch wirkender Greis, der in wohlbekanntem Timbre Ausländer, Priester und die eigene Familie beleidigt, nur um die Probleme im Suburb schließlich im Alleingang und Selbstjustiz ein für alle Mal zu lösen. Doch würde man diese Vermutung auf den gesamten Film übertragen, würde man Eastwood genauso schmählich unterschätzen wie seine verwöhnte Verwandtschaft im Film.

Unmittelbar nach dem Tod seiner Frau treffen wir das erste Mal auf Walt Kowalski (Eastwood). Schon auf der Trauerfeier wird deutlich, dass ihn seine Familie nicht im geringsten respektiert. Seine Kinder sind nur genervt von der ruppigen Art des Alten, seine Enkelin giert bereits nach dem Erbe. Und zu Beginn ist dieser Kowalski wirklich keine Frohnatur. Als Veteran des Koreakriegs hält er aus purer Sturheit Stellung in einer mehr und mehr durch ostasiatische Einwanderer dominierten Nachbarschaft und macht keinen Hehl aus seiner Meinung zu den "Schlitzaugen", "Bambusratten" und "Fischköpfen".

Dirty Harry - Clint Eastwood - Film, DVD, Video - online bestellen Kowalskis Verbalattacken kommen dabei sowohl im Original als auch in der guten, deutschen Synchronisation derart unverschämt daher, dass man erstmals die Hoffnung hat, Dirty Harry wäre noch weit von der Altersmilde entfernt. Als Kowalski versehentlich den Nachbarsjungen Thao vor einer Gang rettet - und man muss versehentlich sagen, da Kowalski eigentlich nur den eigenen Rasen zu schützen versucht - kommt er langsam und äußerst widerwillig in Kontakt mit der fremden Kultur in Form der Hmong-Community, die all die Jahre nur ein Haus weiter gewohnt hat.

Wie Eastwoods Kowalski in hohem Alter noch neue Horizonte entdeckt und allmählich feststellt, dass der Hmong-Clan ihm ähnlicher ist als seine verzogene eigene Sippschaft, ist dabei überraschend überzeugend. In seiner Darstellung gelingt Eastwood bravourös die Gradwanderung zwischen dem Stereotyp mit Wiedererkennungswert und dem verschrobenem Unikum, dem man diese Metamorphose problemlos abkauft.

Gran Torino - Clint Eastwood - Film, DVD, Video - online bestellen Die erste Hälfte von Gran Torino zeichnet diesen Wandel mit einer deftigen Portion Humor. Die Wortgefechte, die sich Kowalski u.a. mit einem irischen Jungpfarrer, seinem italienisch-stämmigen Friseur oder der jungen und schlagfertigen Hmong-Tocher Sue liefert, sind mit das Bissigste, was man seit langem im verschreckten Dschungel der political correctness vernehmen durfte und nur Kowalskis Grimmigkeit erinnert in den stilleren Momenten an die Eastwoodsche "Make my day"-Attitüde seiner frühen Jahre. Klischees und die Absurdität rassistischer Vorurteile werden dabei so eindeutig wie auch subtil entlarvt.

Im Hintergrund deutet sich dabei immer mal wieder das zweite Kernthema an, welches Gran Torino behandelt: Gewalt.
Diese manifestiert sich am Beispiel der alltäglichen Bandenkriminalität, die nicht nur in Gangsterfilmen oder maximal in Brooklyn stattfindet, sondern sich eben auch in der multikulturellen Vorortsiedlung Michigans abspielen kann. Hier bedroht eine aisatische Gang den jungen Thao und versucht, den Teenager mit in die Spirale von Brutalität, Angeberei und Illegalität zu ziehen.

Verschiedene Wendungen lassen früh keinen Zweifel daran, dass Gran Torino dem Zuschauer kein bequemes Ende liefern wird. Regisseur Clint Eastwood schafft es hier, uns nach einer zunächst vergnüglichen Spritztour plötzlich vor eine Wahl zu stellen, bei der es aufgrund verschiedener, zuvor taktisch geschickt eingestreuter Ereignisse mehrere Optionen gibt. Eastwood leistet dabei Erstaunliches, denn egal wie wir Zuschauer diese Optionen auch drehen und wenden mögen: es scheint keine Lösung zu geben, die Gran Torino eine moralisch äußerst fragwürdige Botschaft im Sinne von blinder Selbstjustiz ersparen würde.

Welchen Pfad Eastwood am Ende geht, sei hier nicht verraten. Fest steht jedoch, dass es nicht das erste Mal ist, dass er das Unmögliche schafft und uns mit Gran Torino letztlich eine wunderbare Geschichte erzählt - über Freundschaft, Verständigung und eben auch über Auswege und Alternativen, die es stets gibt, auch wenn sie Opfer verlangen.

Maxi Braun

· official Website: www.thegrantorino.com
· imdb.com: Gran Torino
· amazon.de: Gran Torino DVD

· Google Bilder: Ford Gran Torino

 

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