In The Cooler spielt William H. Macy einen sehr ünglücklichen Menschen, vielleicht den unglücklichsten Menschen von ganz Las Vegas. Doch er verdient mit seiner Hoffnungslosigkeit Geld.
Wie das geht? Nun, als Bernie Lootz ist er der "Cooler", ein Mann, der dafür da ist, Unglück zu bringen, und zwar in einem der vielen Casinos der Wüstenstadt.
Kann so etwas denn überhaupt möglich sein, daß man auf diesem Wege zu Geld kommt? Durchaus, wenn man in Diensten von Casino-Chef Shelly Kaplow (Alec Baldwin) steht, der den Laden organisiert.
Mr.Macy - der geborene Unglücksrabe, ein Mann der mit seiner bloßen Präsenz die Siegesserie eines jeden Spielers reissen lässt. Den "Cooler" ruft man dann, wenn sich Kaplow Sorgen macht - und das kommt nicht selten vor.
Eines Tages - man dürfte annehmen, an einem Tag wie jedem anderen - kommt Bernie mit einer Mitarbeiterin (Maria Bello) ins Gespräch, die als Bedienung im Casino arbeitet.
Aber es macht den Anschein, als das selbst diese Frau, die ihm Sympathie entgegen bringt, seine Laune nicht verbessern kann. Sein Gesicht zeigt keine Regung, jedenfalls nicht beim ersten Mal. Nur langsam lernt er sie kennen, so wie auch der Film sich langsam aber stetig entwickelt.
Bernie wird mit etwas konfrontiert, das er von seinem Leben nicht mehr erwartet oder zumindest die Hoffnung dafür aufgegeben hatte.
Die Mimik von William H. Macy spricht in diesem Film Bände, er hätte es nicht besser machen können. Er wirkt wie ein Mensch, mit dem man nur zu gerne einen trinken gehen würde. Und wenn ich eine Frau wäre, würde ich mich verlieben.