Collateral Damage mit Arnie - Schablonen-Action

Wie soll man über einen Film schreiben, dessen hanebüchene Handlung man schon am Folgetag weitestgehend vergessen respektive verdrängt hat? Vielleicht hilft es, wenn man sich daran erinnert, daß der Plot wirkte, als wäre er mit der in Hollywood beliebten "Standard-Action"-Drehbuch-Software entwickelt worden, bei der zuvor die Schauspieler-Option: "Schwarzenegger/Stallone/van Damme/Seagal" ausgewählt wurde.

Collateral Damage von Andrew Davis mit Arnold Schwarzenegger - Video, DVD online bestellen Arnold Schwarzenegger wird uns als aufopferungsvoller Feuerwehrmann Gordy Brewer vorgestellt - ein Mann der Tat, familiär und kinderlieb. Die Drehbuch-Software schrieb weiter vor, daß ein solcher Mann zunächst gebrochen werden muß, d.h. man nehme ihm den besten Freund oder noch besser, wie in diesem Fall, Frau und Kind.

Dieser Kollateralschaden ereignet sich, als kolumbianische Terroristen in den Staaten einen Anschlag verüben. Was bleibt Gordy nun anderes übrig, als am Ober-Guerillero Claudio Perrini (Cliff Curtis), auch als El Lobo, der Wolf bekannt :O)), Rache zu nehmen, wenn das FBI dafür offensichtlich zu dumm ist.

Dazu muß sich Arnold direkt in das Umfeld von El Lobo einschleusen, was durch die Unterstützung von Sean Armstrong ermöglicht wird. Es kann nur an einer Menge schnell verdienter Dollars gelegen haben, daß John Turturro diese, wenn auch kurze Rolle übernommen hat.

Es folgt öde, mit Patriotismus gewürzte Urwald-Action im Stile von Commando. Auch McGyver läßt grüßen. Alles in allem ein wirklich enttäuschender Film, bei dem nur hängen bleiben wird, daß der Start damals aufgrund der WTC-Attacke verschoben wurde. Anstatt mit Collateral Damage Zeit und Geld zu verschwenden, sollte man sich lieber nochmals an True Lies erfreuen - auch wenn's schon zum zehnten Mal geschieht.

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